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Messung, Bewertung und Modellierung von Lachgasemissionen - N2O Expert Meeting and Workshop ermöglicht Austausch europäischer Forschergruppen

Mit dem Ziel, den wissenschaftlichen Austausch zum Thema „Lachgasemissionen aus Kläranlagen“ zu fördern, lud das Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Leibniz Universität Hannover am 21./22. September 2016 zum „N2O Expert Meeting and Workshop“. 32 Wissenschaftler aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Österreich, Polen und der Schweiz trafen sich an der Ruhr-Universität Bochum, um sich in Kurzvorträgen, Diskussionsrunden und Workshops Themen rund um die Messung, Bewertung und Modellierung von N2O-Emissionen zu widmen.
Als Treibhausgas mit der 298fachen Wirkung von CO2 stellt N2O ein unerwünschtes Nebenprodukt der biologischen Stickstoffelimination aus Abwasser dar. Entstehungspfade und Höhe von Lachgasemissionen aus Kläranlagen werden am ISAH bereits seit Anfang der 1990er Jahre untersucht. Im Zusammenhang mit den seither stetig wachsenden Bemühungen zur Begrenzung anthropogener Treibhausgasemissionen hat auch die Betrachtung von Lachemissionen aus Kläranlagen an Bedeutung gewonnen. Die hohe internationale Relevanz des Themas spiegelte sich in den Forschungsaktivitäten wider, von denen die Vertreter aus insgesamt 15 Arbeitsgruppen berichteten. Auch in Deutschland besteht großes Interesse an der Erforschung der Lachgasemissionen aus Kläranlagen: das ISAH schließt zum Ende des Jahres 2016 gleich zwei große Forschungsvorhaben mit Förderung durch das BMBF sowie die DFG in diesem Bereich ab () und auch an den Universitäten Bochum, Stuttgart und München sowie am ifak in Madgeburg werden entsprechende Forschungsprojekte bearbeitet.

Am ersten Tag der Veranstaltung führte Dr. Maike Beier (Leibniz Universität Hannover) vier aufeinander folgende Themenblöcke: 1) Analytische Methoden und Onlinemessung (Moderation: Dr. Angela Boley, Universität Stuttgart), 2) großtechnische Messungen (Moderation: Dr. Yvonne Schneider, Leibniz Universität Hannover) 3) Sonderthemen (Moderation: Dr. Manfred Lübken, ruhr-Universität Bochum) und 4) Modellierung der biologischen Umsetzungsprozesse (Moderation Jens Alex, ifak Magdeburg).

In Kurzvorträgen stellten die Teilnehmer ihre Forschungsfragen und wesentliche Ergebnisse vor. In den jeweils zugehörigen Diskussionsrunden wurden wesentliche Aspekte und Fragestellungen für die am zweiten Tag stattfindenden Workshops zusammengetragen. Diese ermöglichten den Teilnehmern einen vertieften Austausch zu den ThemenA) Messung von N2O (Moderation: Angela Boley), B) Berücksichtigung von N2O in CO2-Footprints (Moderation: Yvonne Schneider) undC) Modellierung der biologischen Prozesse (Moderation: Jens Alex) und wurden zu intensiven Gesprächen genutzt.