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Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten – Teil 2: Monitoring, Frackingchemikalien und Flowback, Klimabilanz, induzierte Seismizität, Flächenverbrauch, Auswirkungen auf die Natur

Leitung:Prof. Dr.-Ing. K.-H. Rosenwinkel
Bearbeitung:Dr.-Ing. Kathrin Kayser, Dr.-Ing. D. Weichgrebe, Dipl.-Ing. Ralph Zwafink
Laufzeit:01/2013 - 06/2014
Förderung durch:Umweltbundesamt, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), FKZ 3712 23 220

Inhalt

Das Umweltbundesamt hat im Rahmen des UFOPLAN 2011 die Auswirkungen von Fracking auf den Wasserhaushalt untersuchen lassen [1]. Die Risiken für Grund- und Trinkwasser sind klar benannt, ein vollständiges Frackingverbot wird von den Gutachtern jedoch nicht gefordert. Die Studie und auch andere Gutachten raten davon ab, Fracking derzeit im großtechnischen Maßstab in Deutschland einzusetzen bzw. über ein wissenschaftlich begleitetes Demonstrationsvorhaben zu untersuchen [2].

In dem Folgevorhaben -Teil 2 des UBA werden von einem Gutachterkreis um die RiskCom GmbH, Pforzheim insbesondere benannte offenen Fragen sowie Gesichtspunkte wie induzierte Seismizität, Klimarelevanz und Auswirkungen auf andere Umweltgüter tiefer untersucht.

Zielstellung und Methodik

Die Analyse und Bewertung der gestellten Fragen sowie deren Beantwortung erfolgt durch interdisziplinäre Herangehensweise mit einer breiten wissenschaftlichen Kompetenz in mehreren Arbeitspaketen.

Das ISAH hat sich bereits mit dem Gutachten Abwasserentsorgung und Stoffstrombilanz - Stand der Technik und fortschrittliche Ansätze in der Entsorgung des Flowback für den Neutralen Expertenkreis des Info-Dialog Prozesses eine Expertise erarbeitet [3] und ist für das Arbeitspaket 3: Flowback – Stand der Technik bei der Entsorgung, Stoffstrombilanzen verantwortlich.

Aufgrund des aus wasserwirtschaftlicher Sicht problematischen Flowbacks, insbesondere im Hinblick auf dessen Toxizität und Radioaktivität, wird geprüft, in wie weit die Entsorgung umweltverträglich und unter Berücksichtigung einschlägiger strahlenschutzrechtlicher Regelungen durchgeführt werden kann. Die Entsorgung von Flowback durch Verpressung stellt die derzeit in Deutschland praktizierte Lösung dar. Es werden daher alternative verfahrenstechnische Lösungen zur Behandlung des Flowbacks auf ihre Anwendbarkeit und Wirtschaftlichkeit untersucht und Vorschläge für einen Stand der Technik zur Behandlung und Entsorgung des Flowbacks bei der Gasgewinnung erarbeitet. Zudem werden Vorschläge zur Erstellung umfassender Stoffstrombilanzen der eingesetzten Wassermengen, Chemikalien, des erzeugten Abwassers und dessen weiteren Verbleibs in der Umwelt sowie eines geeigneten Katasters zur Erfassung der Stoffströme unterbreitet.

[1]   Gutachten 2014: Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas insbesondere aus Schiefergaslagerstätten - Teil 2 - Grundwassermonitoringkonzept, Frackingchemikalienkataster, Entsorgung von Flowback, Forschungsstand zur Emissions- und Klimabilanz, induzierte Seismizität, Naturhaushalt, Landschaftsbild und biologische Vielfalt (FKZ 3712 23220) http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/gutachten-2014-umweltauswirkungen-von-fracking-bei

[2]   Neutraler Expertenkreis im Informations- und Dialogprozess der ExxonMobil über die Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Fracking-Technologie für die Erdgasgewinnung http://dialog-erdgasundfrac.de/

[3]    Rosenwinkel, K.- H., Weichgrebe, D., Olsson, O. (2012) Abwasserentsorgung und Stoffstrombilanz - Stand der Technik und fortschrittliche Ansätze in der Entsorgung des Flowback
http://dialog-erdgasundfrac.de/sites/dialog-erdgasundfrac.de/files/Gutachten%20zur%20Abwasserentsorgung%20und%20Stoffstrombilanz%20ISAH%20Mai%202012.pdf

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