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KompaGG-N - Komplettaufbereitung von Gülle und Gärresten: Verfahrensentwicklung unter Berückstichtigung regionaler Stoffstromkonzepte für Nähr- und Schadtstoffe

KompaGG-N - Komplettaufbereitung von Gülle und Gärresten: Verfahrensentwicklung unter Berückstichtigung regionaler Stoffstromkonzepte für Nähr- und Schadtstoffe

Leitung:  Dr.-Ing. Maike Beier
Team:  Johannes Reiter, M. Sc.
Jahr:  2019
Förderung:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms "KMU-Innovativ"
Laufzeit:  09/2019 - 08/2022

Durch die Novellierung des Düngerechts 2017 entsteht in landwirtschaftlichen Regionen ein zunehmender Kosten- und Flächendruck. Insbesondere auch im Hinblick auf die aktuell hohe Nitratbelastung des Grundwassers in Deutschland ist das Management und die Aufbereitung von Gülle und Gärresten von besonderer Bedeutung.

Ziel des Projekts KompaGG-N ist die Identifizierung robuster und wirtschaftlicher Verfahrensketten zur Vollaufbereitung von Gülle und Gärresten. Hierdurch soll eine Entlastung landwirtschaftlicher Betriebe erreicht und der umweltschädliche Nährstoff­überschuss in der Landwirtschaft signifikant reduziert werden. Im Fokus stehen hier unter anderem das Verfahren SEQUESTA (Sequentielle Eindampfung) der BIORESTEC GmbH, bei dem unter anderem vermarktungsfähiges Ammoniakwasser gewonnen wird, und das TERRAMOX®-Verfahren (Deammonifikation) der E&P Analgenbau GmbH, das im Rahmen der Reinigung von Prozesswässern der kommunalen Schlamm­behandlung schon großtechnisch etabliert werden konnte. Ergänzend werden die Einflüsse einer vorgeschalteten Feststoffabtrennung auf die Verfahrensstabilität untersucht. Neben der Weiterentwicklung und angepassten Optimierung der genannten Verfahren, wird mit Abschluss des Projektes den Erzeugern von Gülle- und Gärresten eine spezifisch angepasste und ökonomisch sinnvolle Verfahrenskette angeboten werden, die eine Entlastung regionaler Nähr- und Schadstoffströme durch aufeinander abgestimmte Verfahren ermöglicht.

Gefördert wird das Projekt KompaGG-N im Rahmen des Förderprogramms "KMU-innovativ" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.