TransKOM - Integration einer ressourcenoptimierten Trennentwässerung durch Transformation kommunaler Planungsprozesse für Bestandsquartiere
| Leitung: | Dr.-Ing. Maike Beier |
| Team: | Greta Hadler |
| Jahr: | 2024 |
| Förderung: | BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung |
| Laufzeit: | 09/2022 - 08/2025 |
| Ist abgeschlossen: | ja |
| Bemerkungen: | FKZ |
Im Projekt TransKOM wurden zentrale Grundlagen für die Umsetzung einer zukunftsfähigen urbanen Wasserbewirtschaftung in Bestandsquartieren erarbeitet. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus TransMiT wurde das Konzept der qualitätsbasierten Trennentwässerung (qbTE) für die praktische Anwendung weiter konkretisiert. Hierzu zählt insbesondere der Ansatz zur Ermittlung quartiersspezifischer Wassererntepotenziale, mit welchem neben der Wassermenge auch die Qualität des Abflusses in das Wassermanagement ermittelt werden kann. Die Methodik steht im Kapitel C1: „Qualitätsbasierte Trennentwässerung (qbTE): Modellkonzept und Umsetzung“ des Abschlussberichts zur Verfügung.
Darüber hinaus ist die Einbindung von Regenwasser als Ressource in ein Quartierswassermanagement über die die Ermittlung des potentielle Wasserbedarfe, für die keine Trinkwasserqualität benötigt wird, wesentliches Projektergebnis. Dieses Stadt(t)wasser kann relevante Bedarfe abdecken, Kapitel C2: „Stadt(t)wasserbereitstellung und -management im Quartier“ beschreibt die Methodik sowie die Ergebnisse.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der institutionellen Verankerung integraler Planungsprozesse in der kommunalen Praxis. Im Projekt wurden fachübergreifende Prozessstrukturen für die strategische Quartiersentwicklung entwickelt und erprobt, die in Kapitel C3: „Institutionalisierung und Planung - Strukturen innerstädtischer Prozessabläufe schaffen“ dokumentiert sind. So ist es gelungen, ein kommunales Transformationsmanagement dauerhaft zu etablieren und die Zusammenarbeit zwischen kommunalen Fachbereichen, Stadtentwässerung und Wohnungswirtschaft weiterzuentwickeln.
Mit der Indikatorik, dem Konzept der BGI-Modellmodule und dem Agentenmodell wurden in TransKOM drei konkrete, die Bewertung alternativer Quartiers-Entwicklungsstrategien unterstützende Tools erarbeitet, die sowohl das Wassermanagement, aber auch die Hitzereduzierung adressieren. Die exemplarischen Modellierungen und Wirkanalysen fanden in zwei Stadtteilen Hannovers statt – Südstadt und Innenstadt. Diese Ansätze und Ergebnisse sind in Kapitel C4. „Wirkungen von Maßnahmen Schnittstelle urbanes Wassermanagement und Hitzereduzierung“ beschrieben.
Die Projektergebnisse zeigen, dass die Transformation urbaner Wasserinfrastrukturen nicht allein eine technische Aufgabe ist, sondern frühzeitige fachübergreifende Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse erfordert. Gleichzeitig wurde deutlich, dass eine klimaangepasste und ressourcenorientierte Quartiersentwicklung insbesondere dann wirksam umgesetzt werden kann, wenn wasserwirtschaftliche, städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Perspektiven frühzeitig zusammengeführt werden.
Mit dem veröffentlichten Abschlussbericht stehen die im Projekt erarbeiteten Methoden, Planungsansätze und Handlungsempfehlungen nun zur Verfügung.