• Zielgruppen
  • Suche
 

Historie

Im Jahre 1901 wurde J. Danckwerts auf einen neu errichteten „Lehrstuhl für Wasserbau nach kulturtechnischer, gewerblicher und hygienischer Richtung“ berufen, der die Wasserwirtschaft und Gewässerkunde, den landwirtschaftlichen Wasserbau und die Siedlungswasserwirtschaft umfasste.

Als J. Danckwerts im Jahre 1922 emeritiert wurde, berief man O. Geissler zum Nachfolger Danckwarts. Der Lehrstuhl wurde umbenannt in „Lehrstuhl für Wasserwirtschaft und Kulturbauwesen“. Im Jahre 1934 wurde Geissler emeritiert. Bis Ende März 1936 wurde das Lehrgebiet durch den planmäßigen Assistenten Dipl.-Ing. H. Kaitofen vertretungsweise wahrgenommen.

Am 01.04.1939 erhielt D. Kehr einen Ruf als o. Professor für Siedlungswasserwirtschaft. Im Herbst 1939 wurden die Fachgebiete "Landwirtschaftlicher Wasserbau" und "Siedlungswasserwirtschaft" selbstständig.

Mit Erlass vom 05.02.1955 genehmigte der niedersächsische Kultusminister die Gründung des Instituts, das seitdem auf den Gebieten der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung vielseitig tätig ist. Die starke Zunahme der Bevölkerung und der Industrie nach 1945 hatte sowohl eine erhebliche Vergrößerung des Wasserbedarfs als auch der Abwässer zur Folge, und somit eine Verlagerung des Schwerpunkt der Lehr- und Forschungstätigkeit auf die Gebiete Wasser und Abwasser. So entstand eine interdisziplinäre Struktur des Instituts bestehend aus den Fachbereichen, Siedlungswasserwirtschaft, Wasserversorgung, Wasser- und Abwasserchemie und -biologie.

Am 01.04.1970 ging die Leitung des Institutes an C.F. Seyfried über. Seine Arbeiten waren auf vielen Gebieten der Abwasserreinigung und speziell der Industrieabwasserreinigung innovativ, hier insbesondere in der Anaerobtechnik, den Membrantrennverfahren, den Filtrationsverfahren und der biologischen Stickstoff- und Phosphor-Elimination. Als eine der ersten Hochschulen in Deutschland hat das ISAH den Bereich "Abfallwirtschaft" bereits seit Anfang der 70er Jahre als eigenständiges Lehrgebiet etabliert.

Am 01.04.1995 übernahm K.-H. Rosenwinkel die Leitung des Institutes. Die seit dieser Zeit entwickelten Schwerpunkte liegen neben den verfahrenstechnischen Entwicklungen der kommunalen und industriellen Abwasserreinigung in der mathematischen Prozessmodellierung und der integrativen Betrachtung von Kanalnetz und Kläranlagen. Weiterhin werden die Entwicklungen der biologischen Verfahren zur N- und P-Elimination und deren Rückgewinnung sowie die Prozessoptimierung zur Reduzierung des Energiebedarfs und der CO2-Äquivalente vorangetrieben. Auch die Prozesse der Bioaugmentation gehören heute zu den am ISAH entwickelten Verfahren. Im Bereich der Abfall- und Industrieabwasserwirtschaft wurden die anaeroben Verfahren und die Stoffstrommodellierung zur verbesserten energetischen Umsetzung organischer Stoffe sowie die Bilanzierung weiterentwickelt. Der interdisziplinäre Ansatz der Arbeiten am ISAH und die grundlagenorientierte Forschung mit der dazu erforderlichen Grund- und Laborausstattung wurden in dieser Zeit verstärkt.

Heute gliedert sich das ISAH in drei Arbeitsbereiche: (1) Siedlungswasserwirtschaft, Wasserversorgung und industrielle Wasserwirtschaft, (2) Abfallwirtschaft, Stoffstrommanagement und anaerobe Verfahren und (3) Hydrobiologie und Umweltbiotechnologie unter der Leitung von R. Nogueira.

Historische Daten

Historische Daten der Universität
1831       Höhere Gewerbeschule zu Hannover
1879       Königliche Technische Hochschule
1968       Technische Universität Hannover
1978       Universität Hannover
2006       Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
2009       Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) - Allianz der Leibniz Universität Hannover, der
                Technischen Universität Braunschweig und der Technischen Universität Clausthal

 

Historische Daten des Instituts
1901       Einrichtung: Lehrstuhl für Wasserbau nach kulturtechnischer, gewerblicher und hygienischer Richtung
1922       Lehrstuhl für Wasserwirtschaft und Kulturbauwesen (Wasserwirtschaft, Gewässerkunde,  
                landwirtschaftlicher Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft)
1939       Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
1955       Institut für Siedlungswasserwirtschaft
1984       Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik

 

Institutsleiter und Professoren am ISAH
1901 - 1922          Prof. Justus D.W. Danckwerts
1922 - 1934          Prof. H.T. Otto Geissler
1939 - 1970          Prof. G.W. Dietrich Kehr
1970 - 1995          Prof. Dr.-Ing. Carl-Franz Seyfried
seit 1995               Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Rosenwinkel

 

Bereichsleiter und Professoren am ISAH

Bereich Siedlungswasserwirtschaft (heute: Siedlungswasserwirtschaft, Wasserversorgung und industrielle Wasserwirtschaft)
seit 1998              Dr.-Ing. Maike Beier

Bereich Abfalltechnik (heute: Abfallwirtschaft, Stoffstrommanagement und anaerobe Verfahren)
1984 – 2003         Prof. Dr.-Ing. habil. Heiko Doedens
seit 2005               Dr.-Ing. Dirk Weichgrebe

Bereich Wasser- und Abwasserbiologie
1962 - 1990          Prof. Dr. rer. nat. Klaus Mudrack
1991 - 2006          Prof. Dr.-Ing. Sabine Kunst
2008 - 2012          Dr.-Ing. Stefanie Wolter
seit 2012               Prof. Dr. Regina Maria de Oliveira Barros Nogueira

Bereich Wasserversorgung
1971 - 1998          Prof. Dr.-Ing. Karl-August Möhle

Bereich Wasser- und Abwasserchemie
1967 - 1991          Prof. Dr.-Ing. Hans Rüffer