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Versuchsanlage zur anaeroben Kommunalabwasserreinigung

 

Problemstellung

Bei den in Europa üblichen Verfahren zur Reinigung häuslichen Abwassers werden nicht unerhebliche Mengen Energie verbraucht. So werden jährlich zur Reinigung des Abwassers einer Person 40 kg CO2 emittiert. Mit der anaeroben Verfahren kann die CO2-Emission nicht nur reduziert werden, sondern auch mittels des gebildeten Biogases Energie gewonnen werden. Mit dem derzeitigen Wirkungsgrad der Anlagen können aus dem Abwasser einer Person jährlich 70 KWh Primärenergie gewonnen werden. Dieses entspricht dem Brennwert von 10 kg Steinkohle.

Versuchsbetrieb

Bei der anaeroben Behandlung bleiben außerdem, anders als bei den aeroben Verfahren, die Nährstoffe weitestgehend im Wasser erhalten. Somit kann bei einer Wiederverwendung des Wassers zur Bewässerung ein Teil der notwendigen Düngemittel durch die bereits im Wasser enthaltenen Nährstoffe, vor allem Stickstoff und Phosphor, ersetzt werden.

Ausstattung:

Die Versuchsanlage wird im Rahmen des BmBF-Projektes ANAKOMA betrieben. Bei der UASB-Anlage handelt es sich um eine halbtechnische Anlage (Volumen 2x 115 L, Höhe 2,2m) zur biologischen Reinigung von kommunalem Abwasser. Bei diesem Verfahren wird Biogas gebildet, welches CO2-neutral als Energiequelle genutzt werden kann.

Besonders interessant ist der Einsatz dieses Verfahrens in Entwicklungs-ländern im Bereich der Tropen und Subtropen. Durch das wärmere Klima steigt die Effizienz der Anlage und es kann mehr Biogas, sprich Energie, produziert werden.